Samstag, 13. Juni 2020

Freundesbrief Mai 2020



Liebe Freunde,

durch die Coronakrise hat unser Audio-Angebot
viele neue Hörer gewonnen. Letzte Woche
sprachen zwei Seniorinnen auf Band und bestellten
sich evangelistische Flyer, um ihre Mitbewohner
zu trösten und zu ermutigen. Sie konnten
über mehrere Wochen keine Angehörigen empfangen
und das war für viele ältere Menschen
eine große Belastung.
Ein Flyer von Karl-Heinz Failing über die Wahrheit
wurde zum Renner. Karl-Heinz Failing leitet NEUES
LEBEN Südamerika und hat eine eigene Stiftung
ins Leben gerufen. Sein Flyer fängt so an: „Tee trinken
soll vor dem Coronavirus schützen, auch regelmäßiges
Gurgeln mit Chlorbleiche. Bei WhatsApp
wird verbreitet, dass die chinesische Regierung das
Virus mit Vitamin C erfolgreich bekämpft. Das indische
Gesundheitsministerium hat sogar homöopathische
Mittel als Prophylaxe empfohlen.



„Es gibt viele Falschmeldungen und Erfindungen,
die natürlich in einer solchen Zeit noch zunehmen.
Da ist es gut, dass Menschen statt mit Falschmeldungen
mit der Wahrheit konfrontiert werden.
Karl-Heinz Failing führt als Wahrheitsmesser Johannes
18,37 an. „Du sagst es, ich bin ein König.
Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen,
dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus
Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“
Jesus gibt Halt und ein sicheres Fundament, gerade
in so einer Zeit. Kurz nachdem ich die neue Telefonkurzpredigt
mit dem Angebot ins System gestellt
hatte, rief gleich ein Hörer an und bestellte 40
Flyer, um sie in seiner Nachbarschaft zu verteilen.
Ich konnte am 17. März 2020 noch eine Predigt zur
Coronakrise in der Landeskirchlichen Gemeinschaft
Bautzen halten. Dabei wurde mir Timotheus
sehr wichtig. Paulus schickt seinen persönlichen
Boten zu den frisch gegründeten Gemeinden. Sie
hatten mit Irrlehrern und Verfolgung zu tun. Daher
sollte Timotheus die Geschwister im Herrn ermutigen
und vor falscher Lehre bewahren. Fasziniert
hat mich, dass die Großmutter Lois und die Mutter
Eunike für Timotheus gebetet hatten. Wie wertvoll
ist gerade dieser Dienst der älteren Geschwister.
Ich habe schon so einige Interviewgäste im Radio
gehabt, die mir sagten: „Hätten nicht meine Großeltern
bzw. meine Eltern für mich gebetet, wäre
ich nie zu Jesus gekommen.“
Als Nachfolger Jesu dürfen wir uns von 2. Timotheus
1,7 leiten lassen: „Denn Gott hat uns nicht
gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft
und der Liebe und der Besonnenheit.“ Wir sind
in Gottes Hand, denn er hat die Erde und uns Geschöpfe
erschaffen. Und wir haben ewiges Leben,
was uns eine ganz andere Perspektive gibt.
Dieser Hörerbrief hat mich besonders berührt. Er
zeigt, wie wichtig unser Radio- und Audiodienst
ist. Eine Frau schrieb: „Ich möchte einfach Danke
sagen für euren Dienst ... Eine Glaubensschwester
hat mir von euch erzählt. Dafür danke ich Veronika,
und ich muss sagen, ihr seid Spitze und ihr tut
mir einfach gut. Ich habe in meinem Leben so viel
Negatives erlebt, auch gesundheitlich, aber nichts
bringt mich von meinem Glauben ab.“ Diese Frau
verteilt nun evangelistische Flyer von uns an ihre
Freunde und Bekannten.



Familie

• Esther und Domenik haben an der Pfjuko teilgenommen.
Das ist die Pfingstjugendkonferenz von
Forum Wiedenest. Statt körperlich in Siegen anwesend
zu sein, haben sie die Seminare und Treffen
per Internetstream erlebt.
• Rafael ist zurzeit bei uns zu Hause und wartet
auf seine weiteren Kurse beim Sanitätsregiment
der Bundeswehr.
• Simon war kurz bei uns. Seine Frau musste für
die Uni lernen.
• Tabea ist weiterhin im Evangelischen Seniorenheim
in Altenkirchen beschäftigt. Sonst kümmert
sie sich mit großem Interesse um den Garten und
bekommt von ihrer Mutter aus Wehrsdorf oft guten
Rat mit. Zum Beispiel wie man Blattläuse ohne
Gift bekämpft.
• Mark ist bei vielen Videoaufnahmen, um seine
Predigt für die Onlinegemeinde vorzutragen.







Gesichtsmasken für Gott und den Nächsten

Lugo. Evangelische Frauen haben sich zusammengetan, um Schutzmasken für Gesundheitszentren und Seniorenwohnheim zu nähen. Die Frauen der Evangelischen Kirche „Gute Nachricht“ in Lugo hatte sich gefragt, was sie für Gott und ihre Nächsten Gutes tun könnten. Schnell wurde er Ruf nach Schutzmasken für Gesundheitszentren und Altersheimen laut. In mehreren Einrichtungen hatte sich der Coronavirus ausgebreitet und auch Tote gefordert. Die Frauen kauften sich die Materialien für die Schutzmasken und legten los. Claribel, die die Aktion initiiert hatte betonte: „Wir sollen nicht nur Glauben, sondern auch etwas praktisches tun.“ Der Pastor der Gemeinde Marcos Zapata informierte die Verantwortlichen, dass sie bis zu nächsten Woche 2000 Schutzanzüge und 2400 Gesichtsmasken an neuen Gesundheitszentren, Kliniken und Seniorenwohnheime liefern werden.

Ifema koordinert den evangelischen Seelsorgedienst in Zeiten von Corona

Madrid. Der Evangelische Rat von Madrid hat für die Krankenhäuser und die Notkliniken den evangelischen Seelsorgedienst neu koordiniert. Der Protestantische Seelsorgedienst Ifema hatte von Coronapatienten berichtet, die in die Notfallklinik gekommen waren und nach Seelsorgern fragten. Zu Anfang der Pandemie konnte kein evangelischer Seelsorger in die Notfallklinik. Nach mehreren Gesprächen über Internet und Whatsapp informierte Jesús San Juan von Ifema den Evangelischen Rat von Madrid, dass die protestantischen Seelsorger für das Notfallkrankenhaus akkreditiert werden. Inzwischen stehen in alle Gesundheitseinrichtungen evangelische Seelsorger zur Verfügung.

Die „Moderne Mission“ (Misión Moderna) kümmert sich um Bedürftige in der Coronakrise in Fuerteventura

Fuerteventura. Die örtlichen Behörden von Fuerteventura und die Kirche „Moderne Mission“ kümmern sich zusammen um Bedürftige in der Coronakrise. Mit einem umgebauten Bus fahren die Mitarbeiter der „Modernen Mission“ zu Bedürftigen und Obdachlosen. Da während der Coronakrise gerade die Hygiene wichtig ist, können sich die Betroffenen duschen und desinifzieren. Den Dienst gab es auch schon vor der Coronakrise. 50.000€ investierte der Staat in die soziale Arbeit. Die Gemeinde bietet Obdachlosen eine Herberge an und versorgt sie mit Lebensmitteln und Dinge des täglichen Bedarfs. Mitarbeiter besuchen auch bedürftige Familien in ihrer Wohnung und geben ihnen Lebensmittelpakete weiter.

Gebetskampagne für das evangelische Krankenhaus in Barcelona.

Barcelona. Evangelische Kirchen und Werke beten zusammen mit dem Evangelischen Krankenhaus von Barceloan, dass die Versorgung der Coronapatienten gut funktioniert. Im Land sind zum Teil die Kliniken an ihre Grenzen gestoßen. Das medizinische Personal ist oft im Anschlag. Der Geschäftsführer des Hospitals in Barcelona Reyes Gualda berichet von immer mehr ernsten Coronafällen die einen schweren Verlauf haben. Die Angehörigen können sich oft nicht persönlich von Sterbenden verabschieden. Das belastet die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger sehr stark. Zum Teil hatten sich 40% des medizinischen Personals angesteckt und 25% mussten dabei Quarantäne. Daher sucht das Evangelische Krankenhaus in Barcelona nach weiteren Pflegekräften. Wirtschaftlich ist die Coronaversorgung auch  ein Kraftakt, da die geplanten und finanzierten Operationen nicht stattfanden. Nun haben sich Kirchen, Werke, das medizinische Personal und deren Familien zu einer Gebetsbewegung zusammengetan, um Gott für Bewahrung und Weisheit zu bitten.

Seelsorger in Madrid bieten Gespräche der Hoffnung an

Madrid. Der protestantische Seelsorgedienst in Madrid hat eine Kampagne per Telefon, Internet und Whatsapp gestartet. Die Infos werden über verschieden Plattformen bekannt gegeben. Carmelo Troya erklärte gegenüber dem evangelischen Nachrichtenagentur ´Protestantedigital´, dass gerade in der Zeit wo Gottesdienste und Bibelkreis ausfallen, alternative Angebote die Menschen erreichen müssen. Auch für kirchenferne Menschen stehen die Seelsorger bereit. Besonders die Einsamkeit und der Jobverlust beschäftigt viele Betroffene. Der Seelsorgedienst ist per Whatsapp mit der Nummer 0034619271525 erreichbar.

Miguel Arbizu von der Baptistengemeinde Zaragoza gründet Zaragoza Solidarität

Zaragoza. Miguel Arbizu arbeitet im Rathaus von Zaragoza und gehört zur Evangelischen Baptistengemeinde. Nachdem die Covid19 Fälle zunahmen gründete er Zaragoza Solidarität. Dabei organisierte das Bündnis Hygieneartikel für Krankenhäuser und Seniorenheime. Der Hilfsdienst hat sich ausgeweitet. Nun werden Artikel nach Aragón, Madrid, Katalonien und Andalusien geliefert. Immer mehr Einrichtungen haben sich gemeldet. Auch staatliche Stellen kooperieren mit der Plattform. Inzwischen werden auch Visiere, Schutzkleidung und Gesichtsmasken besorgt und geliefert. Zu den Kooperationspartnern gehört das Rathaus von Zaragoza, der Gesundheitsrat von Castilla und León sowie weitere Stellen. Mehrere Freiwillige der evangelischen Kirchen engagieren sich mit anderen Unterstützern landesweit für die Plattform. Mehrere Firmen haben ihre Produktion umgestellt, dazu gehören Zulieferer für die Hotelbranche. Protestantedigital begründete Miguel Arbizo seine Motivation so: „Das Evangelium Jesu hat mich zu meinem Engagement gebracht. Als Christen wollen wir uns für die Gesellschaft gerade in der Pandemie einsetzen. Das medizinische Personal rettet Leben und daher wollen wir gerade diesen Bereich unterstützen. Wir wollen das Licht Jesu und die Hoffnung weitergeben.“

Das staatliche Fernsehen von der Autonomieregion Valencia bekommt ein evangelisches Programm

Valencia. Der Fernsehsender der Autonomieregion Valencia (Á Punt) strahlt jetzt regelmäßig eine 15 minütiges Magazin aus. Die erste Sendung kam am 19 April 2020 um 10.45 Uhr. Das Magazin wird in der Autonomiesprache Valenciano gesendet. Der erste Titel: „Déu en la de tots“ (Gott ist alles). Ana Domínguez vom Evangelischen Rat von Valencia leitet die Redaktion. Alex Sampedro, Autor und bekannter Moderator, ist Stellvertreter. Gerade in der Pandemiezeit will die evangelische Redaktion Mut und Hoffnung machen. Das soll auch in den folgenden Sendereihen zum Ausdruck kommen.

Langsam soll der Gottesdienstbetrieb wieder aufgenommen werden.

Madrid. Ab dem 11. Mai 2020 konnten wieder in begrenzter Zahl Gottesdienste in Spanien gefeiert werden. Präsident Pedro Sánchez hatte einen Plan für die langsame Öffnung des Landes angekündigt. Die Gemeinde müssen einen Hygieneplan vorlegen, dazu gehört ein geordneter Einlass und Abstandsregeln. Die protestantischen Gemeinden nehmen etwas 50% ihrer Aktivitäten wieder auf. Ab dem 25. Mai 2020 sollen in Phase 3 das Gemeindeleben weiter normalisiert werden. 

Stadtmission in Valencia feiert 25 Jahre soziale Arbeit

Valencia. Vor 25 Jahren wurde die Stadtmission (Misión Urbana) in Valencia ins Leben gerufen. Das Werk bündelt die sozialen Aktivitäten der Evangelischen Kirchen von Valencia. Emilio López gab ein Interview der protestantischen Nachrichtenagentur ´Protestantedigital)
Frage: Wie funktioniert die Stadtmission in Valencia mit all den angeschlossenen Evangelischen Gemeinden?
López: Die Stadtmission ist eine regierungsunabhängige Organisation. Wir helfen den Bedürftigen mit einem großen Stab von Freiwilligen. Es gab einen Pastor, der zu mir kam und sagte, wir haben Menschen, die Schutz und Asyl suchen. Wir sind überfordert.“ In dieser Situation haben wir die Stadtmission gegründet.
Frage: Wer kommt in euer Zentrum im Herzen von Valencia?
López: Es kommen vor allem Obdachlose. Es sind Einzelne und Familien, die am Rand der Gesellschaft leben. Sie können bei uns essen, duschen und sich neu einkleiden. Es gibt einsame Menschen, denen wir ein offenes Ohr schenken. Zurzeit haben wir Flüchtlinge aus Venezuela, die Unterstützung suchen. 
Frage: Gibt es eine eigene Identität?
Lopóz: Wir sind der Arm der Evangelischen Gemeinden hier vor Ort. Es gibt noch weitere Hilfsangebote für bedürftige Menschen. Uns leitet der Anspruch Jesu für den Nächsten da zu sein. Wir sind nicht besser oder schlechter als andere Helfer. Wichtig ist: Wir haben einen Begleiter und Herrn. Dem sind wir verantwortlich und auf Ihn können wir uns verlassen